Die Agia Solomoni Katakomben

Beschreibung

Eine der beliebtesten Pilgerstätten in Paphos, die seit dem 15. Jahrhundert als Überlebensmanuskript bekannt ist. Es befindet sich südwestlich des Fabrica Hügels und ist eine Kirchenhöhle, die dem heiligen Solomoni oder Hanaa, der Mutter der sieben Makkabäer, gewidmet ist.

Diese Höhle ist Teil eines Komplexes von 4 unterirdischen Höhlen, die um einen Innenhof geschnitzt sind. Ihr Bau wurde vor dem Aufkommen des Christentums in Zypern durchgeführt und geht ohne Gewissheit auf die hellenistische Zeit zurück, um Bestattungspraktiken zu dienen. Später, nach lokaler Tradition, befand sich dort die alte Synagoge der paphianischen Juden, während sie in späteren Zeiten, als das Christentum auf der Insel vorherrschte, von Einsiedlern genutzt wurde.

Von diesen vier Räumen wurde der Osten in eine Kirche umgewandelt und ist einer der ältesten in Zypern. Im Inneren sind noch die Überreste einer rudimentären Ikonostase erhalten, die den Haupttempel vom Heiligen Schritt trennte. Die Seiten der Höhle wurden mit Fresken verziert, die heute noch in Fragmenten erhalten sind und auf das späte 12. Jahrhundert zurückgehen. Von diesen ist die Darstellung der Seligpreisungen Christi auf dem Bogen eine der frühesten Szenen dieser Art in Zypern. Spätere wurden auch Gravuren mit griechischen und lateinischen Zeichnen auf den Fresken aus dem 15.-16. Bzw. 17. Jahrhundert wurden identifiziert.

Weiter unten in den geschnitzten Kammern, entlang der Treppe zum Atrium, finden wir eine natürliche unterirdische Höhle, in der sich ein Brunnen mit Wasser befindet, von dem angenommen wird, dass er heilende Eigenschaften hat. Nach die lokale tradition hat hier die Heilige zusammen mit Ihren sieben Söhnen ausgesagt. Jedoch, wie der Introitus (apoliticus) uns mitteilt (D. Maccabaeus, a, 7, iv. 4), starben sie alle im Jahre 186 v.Chr. gemeinsam in Antiochia durch den griechischen König des hellenistischen Seleukidenreiches, Antiochus Epiphanes (215 v.Chr. – 164 v.Chr.). Agia Solomoni ist die einzige vorchristliche Zeugin, die geheiligt wurde, und ihr Andenken wird von der griechisch-orthodoxen Kirche jeden 1. August gewürdigt. An ihrem Festtag ist es die Gewohnheit der Gläubigen, eine persönliche Gabe an den Terebinth-Baum, der außerhalb der Kirche steht, zu hängen und die Hilfe der Heiligen zur Heilung von Krankheiten bitten.

Einzelheiten

Kategorie: Kirchen – Tempel – Katakomben


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