Fabrica-Hügel

Beschreibung

Der niedrige Hügel, nordöstlich des archäologischen Parks, wurde nach der Baumwollfabrik benannt, die sich in der fränkischen Zeit dort befand. Es ist von starkem archäologischem Interesse, da hier eine Reihe von Motiven gefunden wurden, wie Häuser, Befestigungen, Gräber, Kultstätten, zeitweilige Unterkünfte und mehr aus verschiedenen Epochen, von hellenistischer bis türkischer Zeit. Architektonische Relikte und archäologische Funde veranschaulichen die jahrhundertealte Geschichte des Ortes und bilden gleichzeitig ein einzigartiges Ganzes.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde der Fabrica-Hügel erstmals in der hellenistischen Zeit bewohnt. In der späteren Römerzeit wurde es in ein sehr wichtiges Viertel von Paphos umgewandelt, das moderne Gebäude und Infrastrukturen wie Wasserversorgungsanlagen umfasste. Aus dieser Zeit stammen heute interessante Wohnreste auf dem Gipfel des Hügels, die sich auf zwei hellenistische und römische Zeithäuser beziehen. Ersteres beherbergt eine Tonwasserversorgung und einen Kieselboden, der den Bankettsaal schmückt, und das zweite, aus dem 1. Jahrhundert stammende, sind Zisternen, während bei Ausgrabungen auch Fresken freigelegt wurden.

Einer der bekanntesten Funde auf dem Hügel ist zweifellos das antike Theater am Südhang, das um 300 v. Chr. Fast zeitgleich mit der Stadt erbaut wurde und seit über sechs Jahrhunderten genutzt wird. Um dieses herum wurden Überreste der römischen Stadt gefunden: ein Nymphäum oder ein öffentlicher Brunnen im Südosten und eine wichtige Kopfsteinpflasterstraße im Süden. Auf den Ruinen des Theaters sind noch Werkstätten und Handwerksbauten des Mittelalters zu sehen.

Eines der meistbesuchten Denkmäler auf dem Hügel ist der unterirdische hellenistische Steinbruch am östlichen Stadtrand. Mythen zufolge entstand es, als König Kinyras Paphos von Palepaphos (dem heutigen Kouklia-Dorf) an den heutigen Standort Kato Paphos verlegte, um den Bedürfnissen der neuen Stadt nach Baumaterial gerecht zu werden. Die beeindruckenden unterirdischen künstlichen Höhlen des antiken Steinbruchs sind für die Öffentlichkeit zugänglich und es werden Führungen angeboten.

In der Nähe und etwas weiter nördlich befindet sich die berühmte Höhle des Heiligen Agapito, der Schutzpatron der Liebenden. An diesem besonderen Ort suchen Paare, aber auch Liebende, die dem Heiligen zur Hilfe kommen, häufig nach Antworten auf ihre Gefühle.

Einzelheiten

Kategorie: Archäologische Stätten


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